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news Auswärtspunkte mit viel Dusel - vom 18.02.2020, 12:09
ReneW

Am vergangenen Sonntag trat unsere Erstvertretung zur sechsten Runde der NRW-Liga im Düsseldorfer Stadtteil Gerresheim an. Obwohl Arnold und Matthias leider ausfielen, fanden wir starken Ersatz in der Wohlfühlzweiten in Person von Joachim und Marvin H. In freundlicher Atmosphäre und bei kostenloser Verpflegung begab man sich alsbald an die Bretter.

Nach etwa drei Spielstunden bot sich den Schachfreunden jedoch kein gutes Bild: zwar hatte Andre W. mit Schwarz früh remisiert, doch konnte man die Stellungen von René, Joachim und Tristan nur mit klar schlechter über positionell sehr bedenklich bis hin zu glatt verloren beschreiben, während sich nirgends ein klarer Gewinn abzeichnete. Der Mannschaftskampf kippte, als sich Tristan dem Würgegriff entziehen konnte und seine Partie sogar gewann; auch René konnte seine Partie nach Abwicklung ins Endspiel gewinnen. Weitere solide Remisen von Andy und Holger wurden ergänzt durch schön herausgespielte Siege von Andre S. und Marvin H. Nur Joachim musste sich leider seinem Gegenüber beugen.

Unter dem Strich bleibt ein ob den Ergebnissen an den Spitzenbrettern glücklicher Auswärtssieg bei freundlichen Gastgebern. Die Tabellensituation bleibt damit unverändert; die Liemer befinden sich weiterhin in Lauerstellung hinter den Schachfreunden aus Brackel und Köln. Das nächste Heimspiel wurde aufgrund der deutschen Pokalmeisterschaft bereits vorverlegt und findet am 1.März im Gemeindehaus statt.

Zu den Partien: René formierte in der Réti-Eröffnung ungestüm einen Bauernrammbock auf der g-Linie. Schwarz konterte mit aktivem Gegenspiel im Zentrum, sodass er die Initiative an sich riss. Bald gewann Schwarz einen Bauern am Königsflügel und stand klar besser, wickelte dann jedoch verkehrt ab und verlor den Mehrbauern wieder. Man fand sich in einem doppelten Turmendspiel wieder, in dem Renés Zentrumsfreibauern in Verbindung mit den gut postierten Türmen den (wenn auch unüberlegt beschrittenen) Gewinnweg ebneten.

In einer Art Damenindisch zentralisierte Tristan vielleicht etwas zu früh seinen Springer auf e4 und befestigte ihn mit f5. Damit war er kurzfristig unterentwickelt und ließ einen Springereinfall auf c7 zu, der gleichzeitig einen Turm be- und eine Gabel drohte, sodass er eine Qualität geben musste. Sein Heil im Angriff suchend zerschmetterte Tristan den Bauernschutz um den gegnerischen König, hatte nun aber einen ganzen Läufer ins Geschäft gesteckt. Sein Kontrahent verpasste es mehrmals, die Damen zu tauschen und so Tristans Angriffsbemühungen ein Ende zu setzen, und wollte stattdessen direkt das Todesurteil am schwarzen Monarchen vollziehen; dabei verlor er aber einen ganzen Turm, verpasste die letzte Ausfahrt in Richtung Remis und musste bald aufgeben.

Andy wandte sich dem vertrauten Londoner System zu und griff sich in der Eröffnung das Läuferpaar. Nach längerem Abtasten versuchte er, die schwachen weißen Felder am Damenflügel mit seinem Läufer auszunutzen; die Stellung war aber zu geschlossen, als dass seine Mitstreiter ihm zu Hilfe hätten kommen können. Als sich die Position endlich etwas öffnete, verblieb Andys Gegner zwar mit hängenden Bauern, aber auch einer zentralisierten Streitmacht und einem Springervorposten, sodass man sich auf die Punkteteilung einigte. Andre W. sah sich in der Italienischen Partie mit einem frühen Springerausfall nach g5 konfrontiert. Nach der bekannten Verteidigung mit einem schwarzen Bauernopfer auf d5 wählte sein Gegenüber eine Nebenvariante, in dem er nicht seinen Läufer sicherte, sondern diesen mit d3 deckte. Das Ergebnis war eine Stellung im dynamischen Gleichgewicht, in der Weiß einen Mehrbauern und eine mächtige Bauernmasse am Damenflügel besaß, Schwarz dagegen mit dem Läuferpaar und leicht besserer Entwicklung aufwartete. Indem Andre die weiße Bauernmasse geschickt unterminierte, gewann er seinen Bauern zurück und hätte mit dem Läuferpaar wohl eine langfristige Initiative gehabt; man vereinbarte jedoch ein Unentschieden.

Auch an Holgers Brett entwickelte sich in der Rossolimo-Variante des Sizilianers ein interessantes Duell. Auch hier stand der weißen Zentrumskontrolle das Läuferpaar gegenüber. Die Initiative wechselte, als Weiß einen seiner beiden Zentrumsbauern tauschte, und somit Diagonalen für Schwarz öffnete. Dann tauschten sich jedoch in der e-Linie mehrere Schwerfiguren und Holger bekam die Möglichkeit, seinen Isolani abzutauschen. Die Stellung vereinfachte sich rasant und man verblieb bei gleicher Bauernanzahl mit ungleichfarbigen Läufern plus Turm; ein Remis war das logische Ergebnis.

Auch auf dem Brett von Kapitän Andre S. bot sich ein Sizilianer, in dem Andre mit Schwarz früh das Läuferpaar ergatterte. Er spielte positionell konsequent mit f5! auf diesen Vorteil; zwar musste sein König auf d7 ein neues Heim beziehen, aber Läuferdiagonalen gegen den weißen König und Kontrolle über das Zentrum entschädigten dafür mehr als adäquat. Einen Schreckmoment musste Andre noch überstehen: als er seinen Monarchen mutig nach d6 stellte, übersah er ein Springeropfer, das zur Rückgewinnung der Leichtfigur geführt und den schwarzen König offen im Kreuzfeuer der weißen Schwerfiguren zurückgelassen hätte. Sein Fingerfehler blieb aber folgenlos, er gewann bei der Öffnung der Linien gegen den weißen König eine Figur und führte diesen Vorteil im Endspiel zum Sieg.

Joachims geliebtes 1.f4 wurde mit einem Doppelfianchetto beantwortet. Er besetzte vielleicht nicht konsequent genug das Zentrum; ein früher Bauernvorstoß hinterließ offene Diagonalen und (nachdem er sich zu c4 gezwungen sah um seine Qualität zu schützen) auch schwache Felder. Unter Mithilfe gelang es Joachim, seine passiven Figuren zu befreien; er spielte aber wohl nicht energisch genug auf Aktivität, um echtes Gegenspiel zu generieren. Nach Abwicklung ins Endspiel musste er sich mit einem einsamen Turm zwei Leichtfiguren und einem Freibauern erwehren: ein unmachbares Unterfangen.

Auf einer nicht zufälligen Erfolgswelle schwimmend zeigte Marvin H. eine sehr solide Leistung. Ein Abtausch-Franzose versprach wenig Spannung, aber Marvin suchte am Damenflügel nach aktivem Spiel. Der Durchbruch gelang ihm, als er mit seiner Dame gierig den b-Bauern fraß. Zwar gab er diesen im Laufe des Mittelspiels wieder zurück, aber nicht ohne die Vorherrschaft seiner Türme auf der b- und c-Linie zu gewährleisten; sein Läufer leistete logistische Unterstützung, in dem er die schwachen Bauern auf a3 und e3 angriff. Seine aktiven Figuren drangen alsbald zum weißen König vor und nachdem Marvin die Zeitkontrolle überstanden hatte, fand er mit einem hübschen Läuferzug den Sargnagel.
Links zum Thema: Liemer Einzelergebnisse - Tabelle
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