NRW-Klasse - Keine Bescherung für die Schachfreunde
Der letzte Mannschaftskampf des Kalenderjahres führte die erste Mannschaft am Wochenende nach Dortmund-Brackel. Für uns galt es, Punkte gegen den Abstieg zu sammeln; wir wurden jedoch nicht fündig. Den Anfang in einem verkorksten Kampf machte Tristan, der gewohnt gut aus der Eröffnung kam, dann jedoch die taktischen Möglichkeiten des Gegenübers unterschätzte, ungewohnt eine Figur verlor und sofort die Segel streichen musste. Arnold setzte mutig den Hebel g4 gegen die Stonewall-Struktur des Schwarzen an. Leider konnte er das Zentrum nicht aufbrechen und bald war es sein eigner König, der unter Beschuss stand; unter Opfer eines Turmes wurde selbiger zur Strecke gebracht. Holger hatte in der Eröffnung wohl nicht den schlagkräftigsten Aufbau gewählt, denn nach einer Abwicklung im Zentrum verblieb er mit einer Dame gegen Springer, Läufer und Turm. Trotz seiner Bauernmehrheit am Damenflügel konnte er sich den gut postierten Figuren seines Gegners nicht erwehren und musste ebenfalls die Partie punktlos beenden. Auch Andre W. blieb glücklos. Nachdem er ausgangs der Eröffnung durchaus hoffnungsvoll auf seine Stellung blicken konnte (sein Gegner hatte für einen Bauerngewinn den König AlphaZeroesk auf e3 platziert), kehrte mit diversen Abtauschaktionen jedoch die Stabilität in die weiße Stellung zurück und bald stand es 0:4 aus unserer Sicht. In der turbulenten Partie von Andre S. wechselte die Stellungsbewertung einige Male hin und her, zumal in der Zeitnot taktische Schläge verpasst wurden. Im entstehenden Endspiel einigte man sich dann auf Remis. Zu seinem ersten Einsatz in dieser Saison kam Andy; nach einer ereignisreichen Eröffnung und einem Qualitätsopfer seines Gegners spielte er mit Turm und Springer gegen zwei Läufer. Nachdem es lange Zeit gut ausgesehen hatte, egalisierte er die gegnerische Bauernmehrheit, opferte eine Qualität zurück und verblieb mit einem halben Punkt. Das gleiche Ergebnis lieferte Ersatzmann Lars ab. Nachdem er lange nur reagieren konnte, ergab sich nach Öffnung der Stellung eine Remisschaukel. Den einzigen ganzen Punkt konnte dieses Mal René verbuchen: er hatte die Partie sehr strategisch angelegt und konnte mit Schwarz auf Gewinn spielen. Obwohl er einen sofortigen Figurengewinn ausließ, eroberte er sich einen Mehrbauern und führte diesen Vorteil im Turmendspiel zum Sieg. Somit geht mit einer 2,5:5,5 Niederlage die erste Hälfte der Saison etwas unglücklich zu Ende, da wir etwas zu viele Geschenke verteilt haben; wir hoffen aber im neuen Jahr auf Besserung. Weiter geht es Ende Januar zu Hause gegen Iserlohn.
rw am 19.12.2017, 15:02